Akupunktur & Schröpfen
Schröpfen und Gua Sha setzen gezielte mechanische Reize im Gewebe.
Beim Schröpfen geschieht dies durch Unterdruck, beim Gua Sha durch wiederholte streichende Reize auf Haut, Unterhaut und oberflächliche Faszien.
Dadurch können sich lokal Gewebespannung, Durchblutung und Verschieblichkeit der Gewebeschichten verändern.
Ich setze diese Verfahren insbesondere bei schmerzhaften Verspannungen, myofaszialen Beschwerden und funktionellen Störungen des Bewegungsapparates ein. Ihre Wirkung wird dabei nicht ausschließlich lokal verstanden:
Mechanische Reize werden über sensible Nervenfasern aufgenommen und können in die segmentale Schmerzverarbeitung und vegetative Regulation einbezogen werden.
Die Akupunktur ist ein zentraler Bestandteil der Schmerzbehandlung in der Chinesischen Medizin.
Bei der Auswahl der zu behandelnden Punkte orientiere ich mich jedoch nicht allein an vorgegebenen Punktlokalisationen.
Behandlungsbedürftige Punkte können sich beim Tasten durch besondere Druckempfindlichkeit oder Schmerzhaftigkeit und durch eine gegenüber dem umliegenden Gewebe veränderte Beschaffenheit bemerkbar machen.
Die Fingerbeere untersucht – die Nadel folgt.
Was ich beim Tasten wahrnehme, beeinflusst die Auswahl des Punktes und der Nadel, die Stichtiefe sowie die Entscheidung, ob die Nadel anschließend stimuliert wird oder in Ruhe verweilt.
Daneben beziehe ich klassische Akupunkturpunkte und die traditionellen Leitbahnen der Chinesischen Medizin in die Behandlung ein.
Deren Verläufe weisen in verschiedenen Körperregionen räumliche Beziehungen zu Muskeln, Faszien, Sehnen und Bändern auf.
Damit verbindet meine Behandlung die traditionelle Systematik der Akupunktur mit der Untersuchung und Behandlung schmerzhafter und funktionell veränderter Gewebestrukturen.
Akupunkturreize können dabei sowohl lokale und segmentale Mechanismen der Schmerzverarbeitung als auch übergeordnete schmerzmodulierende und vegetative Prozesse ansprechen.
Neuraltherapie nach Huneke
Die Neuraltherapie arbeitet mit gezielten Injektionen eines Lokalanästhetikums – in meiner Praxis vor allem Procain – an schmerzhaft veränderten oder funktionell auffälligen Gewebestrukturen.
Daher wird sie auch als therapeutische Lokalanästhesie bezeichnet.
Mein therapeutischer Ansatz geht jedoch über den unmittelbaren Effekt der örtlichen Betäubung hinaus.
Im Mittelpunkt steht die Wechselwirkung zwischen Nerv, Gewebe und Schmerz. Schmerz kann Muskelspannung, Bewegungsmuster, Durchblutung und die Reaktionslage des umgebenden Gewebes verändern.
Umgekehrt können gereizte Nerven, Muskel-Faszien-Strukturen, Narben und andere schmerzhafte Gewebe fortgesetzt Schmerzsignale erzeugen. So können sich Schmerz und funktionelle Veränderungen gegenseitig unterhalten.
Man kann sich diesen Vorgang wie die Rückkopplung zwischen Mikrofon und Lautsprecher vorstellen: Kommt das vom Lautsprecher abgegebene Signal erneut in das Mikrofon, wird es wieder verstärkt und zurückgegeben. Aus einem zunächst kleinen Signal kann dadurch ein anhaltender, sich selbst verstärkender Pfeifton entstehen.
Beim chronischen Schmerz können vergleichbare Rückkopplungsprozesse dazu beitragen, dass ein Reizzustand fortbesteht, obwohl der ursprüngliche Auslöser längst an Bedeutung verloren hat.
Hier setzt die Neuraltherapie an.
Procain wirkt zunächst als Lokalanästhetikum. Es hemmt vorübergehend die Weiterleitung elektrischer Erregung in Nervenfasern. Die gezielte Injektion schafft damit eine zeitlich begrenzte Unterbrechung bei fortbestehenden Schmerzverarbeitungen. Therapeutisches Ziel ist es nicht lediglich vorübergehend zu betäuben, sondern der Versuch, damit die anhaltende Wechselwirkungen zwischen nervaler Reizung, Schmerz und funktionell verändertem Gewebe zu beeinflussen.
Behandelt werden können Haut und Unterhaut, Narben, Bindegewebe sowie Faszien, Muskeln, Gelenkkapseln, Bänder, Sehnen und Knochenhaut.
Welche Struktur behandelt wird und wie tief die Injektion erfolgt, richtet sich nach dem jeweiligen Tastbefund. Auch hier folgt die Nadel der Fingerbeere.
Ziel der Behandlung ist, lokale Reizzustände zu vermindern, anhaltende Schmerzsignale zu unterbrechen und Bedingungen zu schaffen, unter denen sich die betroffene Region funktionell neu regulieren kann.
Nicht jeder Schmerz hat dieselbe Ursache.
Besonders intensive oder hartnäckige Schmerzen können aus sehr unterschiedlichen Strukturen hervorgehen.
Gewissermaßen „klemmende Schubladen“ des Gelenkapparates können eine Ursache für schmerzhafte Bewegungseinschränkungen von Gelenken und den sie umgebenden Geweben sein.
Hier stehen manuelle und mobilisierende Verfahren im Vordergrund.
In anderen Fällen finden sich ausgeprägte muskuläre Verspannungen oder Triggerpunkte, die lokale und teilweise weit ausstrahlende Schmerzen hervorrufen können. Je nach Befund kommen manuelle Verfahren, Akupunktur, Schröpfen, Gua Sha oder gezielte Injektionen infrage.
Und schließlich gibt es noch das Phänomen, das ich meinen Patienten manchmal als „außer Rand und Band geratene Nerven“ beschreibe:
Nerven und nervennahe Gewebe können nach mechanischer Reizung, Luftzug, Verletzungen, Operationen, Narbenbildung oder anhaltender Druckbelastung schmerzhaft und überempfindlich werden.
Hier kann die Neuraltherapie einen Behandlungsansatz liefern.
Procain, Glukose und weitere Injektionslösungen
Je nach Befund und Verträglichkeit verwende ich neben Procain auch andere Injektionslösungen. Glukoselösungen werden beispielsweise bei bestimmten muskuloskelettalen Beschwerden im Rahmen von Injektionsverfahren eingesetzt.
Für einzelne Indikationen liegen klinische Studien zur Wirksamkeit von Neuraltherapie vor, die Wirksamkeit ist jedoch je nach Erkrankung unterschiedlich. Erst die Linderung der Beschwerden beim Patienten kann die individuelle Wirksamkeit feststellen.
Bei anderen von mir eingesetzten Substanzen, darunter Ameisensäure, stehen lokale Reize und Veränderungen des Gewebemilieus als mögliche Wirkprinzipien im Vordergrund. Diese Erklärungsmodelle sind jedoch wissenschaftlich weniger gut abgesichert als die Wirkung von Procain.
Das gemeinsame therapeutische Ziel besteht darin, anhaltende Wechsel-wirkungen zwischen Schmerz, Nerv, und funktionell verändertem Gewebe zu beeinflussen und eine erneute normale Funktion zu ermöglichen.
Laborwerte machen Zusammenhänge sichtbar
Kaum eine Störung tritt von Anfang an mit eindeutige Beschwerden auf. Entzündungen Stoffwechselstörungen oder Mängel an wichtigen Nährstoffen entwickeln sich erst über längere Zeit, bevor sie deutlich spürbar werden.
Laboruntersuchungen helfen uns, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen. Das Ziel ist, möglichst nur die Werte zu bestimmen, die sich an Beschwerden, der familiären Vorgeschichte, den konkreten medizinischen Fragen und auch der Behandelbarkeit orientieren.
Chronische, niedriggradige Entzündungen („Silent Inflammation“) verursachen nicht zwangsläufig Beschwerden und können dennoch über längere Zeit Schäden anrichten.
Laborparametern liefern Hinweisen auf entzündliche Aktivität und oxidativen Stress. Die Bildung von Sauerstoff- Radikalen durch Entzündung und Streß kann die körpereigenen antioxidativen Schutzsystemen aufbrauchen. In der Fettsäurezusammensetzung der Zell-membranen roter Blutkörperchen wird diese Information durch Lipidperoxide über eine Zietraum von 120 Tagen abgebildet.Das läßt Rückschlüsse zu..
Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit und eine verzögerte Regeneration haben unterschiedliche Ursachen. Die mitochondriale Energie steht direkt mit dem Glukosestoffwechsel, der Insulin-Regulation dem Laktat und Pyruvat sowie ausgewählte Mikronährstoffen und Cofaktoren in ZUsammenhang.
Sie zeigen, an welchen Stellen die Energiegewinnung beeinträchtigt ist.
Vitamine, Mineralstoffe und Spuren-elemente sind essentielle -"mußt Du essen" - Stoffe die für zahlreiche Enzyme und Stoffwechselwege unverzichtbar sind. Ein Mangel – und eine unnötig hohe Zufuhr – kann biologische Prozesse beeinträchtigen.
Die Bestimmung dieser essentiellen Stoffe, Vitamine D, B6, B12, Folsäure, Eisen, Magnesium, Zink und Selen erfolgt danach, wo die individuelle Situation eine sinnvolle Fragestellung ergibt.
Der Darm ist das Aufnahmeorgan der Nahrung und seine Darmbarriere mit seinen Bewohnern (Mikrobiom) stehen in enger Wechselwirkung miteinander und beeinflussen unser Immunsystem..
Nicht der Laborwert, sondern der Zusammenhang zählt
Stille Entzündung und oxidativer Stress
Eine niedriggradige chronische Entzündungsaktivität – häufig als „stille Entzündung“ bezeichnet – kann über längere Zeit bestehen, ohne die typischen Zeichen einer akuten Entzündung hervorzurufen. Schmerzen, Rötung, Überwärmung, Schwellung und Funktionsbeeinträchtigungen können fehlen; manchmal bestehen lediglich unspezifische Beschwerden oder zunächst überhaupt keine wahrnehmbaren Symptome.
Laboruntersuchungen können Hinweise auf solche Entzündungsvorgänge geben.
Welche Untersuchungen sinnvoll sind, richtet sich nach der familiären und persönlichen Vorgeschichte, den bestehenden Beschwerden, der individuellen Fragestellung und dem klinischen Befund.
Die Spuren der Zeit:
Besonders interessant können dabei auch die roten Blutkörperchen – die Erythrozyten – sein. Während ihrer etwa 120 Tage dauernden Lebenszeit sind sie kontinuierlich dem Stoffwechselmilieu des Körpers ausgesetzt.
Die Zusammensetzung ihrer Membranlipide kann deshalb längerfristige Einflüsse von Ernährung und Fettstoffwechsel widerspiegeln.
Vereinfacht gesagt trägt die Erythrozytenmembran ein Stück Stoffwechselgeschichte der vergangenen Wochen und Monate in sich.
Das Prinzip, über die langlebigen Erythrozyten einen Blick auf Stoffwechselvorgänge die längerfristige sind zu gewinnen, kennen wir auch vom HbA1c: Dort wird allerdings nicht die Zellmembran untersucht, sondern der Anteil des über die Lebenszeit der Erythrozyten verzuckerten roten Blutfarbstoffs Hämoglobins bestimmt.
Davon zu unterscheiden sind oxidative Veränderungen.
Reaktive Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen entstehen fortwährend im normalen Stoffwechsel und erfüllen wichtige biologische Funktionen. Übersteigt ihre Bildung jedoch die antioxidative Schutz- und Regulationsfähigkeit des Organismus, ist das oxidativer Stress.
Dabei können unter anderem Membranlipide – auch die der roten Blutkörperchen – oxidativ verändert werden. Dieser Prozess wird als Lipidperoxidation bezeichnet. Auch Proteine und DNA können von oxidativen Veränderungen betroffen sein.
Chronische Entzündungsprozesse und oxidativer Stress sind dabei nicht dasselbe, können sich jedoch wechselseitig verstärken. Da solche Prozesse lange ohne eindeutige Beschwerden verlaufen können, kommt der gezielten Labordiagnostik eine wichtige Rolle zu:
Sie kann Hinweise auf entzündliche Aktivität, oxidativen Stress und weitere Stoffwechselveränderungen liefern, die sich aus den Beschwerden allein nicht zuverlässig ableiten lassen.
Was tun gegen eine stille Entzündung?
Eine antientzündlich ausgerichtete Behandlung beginnt damit, Hinweise auf eine niedriggradige Entzündungsaktivität zu erkennen und nach möglichen Ursachen und begünstigenden Faktoren zu suchen.
Ernährung und Lebensweise können das entzündliche und oxidative Milieu beeinflussen.
Gleichzeitig verfügt der Körper über ein fein abgestimmtes Netzwerk antioxidativer Schutzsysteme, das reaktive Sauerstoffverbindungen kontrolliert und entstandene oxidative Veränderungen begrenzt.
Vitamin E wacht dabei gewissermaßen wie ein „Feuerlöscher“ über die Zellmembran. Als fettlösliches Antioxidans kann es die Kettenreaktion der Lipidperoxidation unterbrechen. Dabei wird Vitamin E selbst oxidiert.
Vitamin C arbeitet mit diesem Schutzsystem zusammen: Es kann dazu beitragen, oxidiertes Vitamin E wieder in seine antioxidativ wirksame Form zurückzuführen. Ein Recyclingsystem sozusagen.
Glutathion gehört zu den wichtigsten körpereigenen Redoxsystemen.
Für seine Bildung werden die Aminosäuren Glutamat, Glycin und insbesondere die schwefelhaltige Aminosäure Cystein benötigt.
Selen ist Bestandteil verschiedener antioxidativ wirksamer Enzyme, darunter der Glutathionperoxidasen. Diese Enzyme reduzieren Wasserstoffperoxid und Lipidperoxide und tragen damit zum Schutz von Zellstrukturen vor Schäden bei. Auch Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Mangan werden als Cofaktoren antioxidativer Enzymsysteme benötigt. So enthalten die verschiedenen Formen der Superoxiddismutase Kupfer und Zink beziehungsweise Mangan.
Auch zahlreiche pflanzliche Inhaltsstoffe stehen mit den körpereigenen Redox- und Entzündungssystemen in Wechselwirkung. Dabei ist ihre Wirkung nicht auf eine direkte „Neutralisierung freier Radikale“ beschränkt; manche beeinflussen auch zelluläre Signal- und Schutzsysteme.
Antientzündlich leben
Die darin enthaltene Herausforderung besteht darin, die Bedingungen, unter denen chronische Entzündungsprozesse entstehen oder fortbestehen, günstig zu beeinflussen.
Die Themen Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress-Steuerung, Normierung des Körpergewichts und ggf. weitere individuelle Entzündungsfaktoren gehören zu den Grundlagen einer Therapiestrategie.
Langfristiges Ziel ist dabei ausdrücklich nicht, freie Radikale zu eliminieren. Reaktive Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen sind notwendige Bestandteile unseres Stoffwechsels, der Immunabwehr und zellulärer Signalübertragung.
Es geht vielmehr um Balance: um ein angemessenes Verhältnis zwischen der notwendigen Bildung reaktiver Verbindungen einerseits und den antioxidativen Schutz-, Reparatur- und Regulationsmechanismen des Körpers andererseits.
Körpereigene Anpassung nutzen mit Regulationsreizen
Unser Körper ist ständig wechselnden Anforderungen ausgesetzt und muß sich wechselndem Sauerstoffangebot, körperlichen Belastungen, Ernährung, Entzündungen und oxidativem Stress anpassen. Sie verändern fortwährend das Milieu, an das sich unsere Zellen anpassen müssen.
Regulative Medizin regt den Körper an, gezielt auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Wie die Feuerwehr an nicht gefährlichen Feuerchen den gesamten Ablauf -von der Alarmierung über den Einsatz, das notwendige Instandsetzen und Überprüfen der Ausrüstung nach dem Einsatz- übt, so wird der Körper in ein Übszenario versetzt das für ihn ungefährlich aber sehr lehrreich ist.
Wir setzen dafür unterschiedliche, genau dosierte Reizen der Praxis ein.
Die Ozon-Eigenblutbehandlung setzt einen gezielten oxidativen Reiz! Dafür wird eine definierte Menge Blut aus der Vene entnommen. Sie wird außerhalb des Körpers mit einem genau dosierten Sauerstoff-Ozon-Gemisch in einem geschlossenen Glasbehältnis behandelt und anschließend zurückgegeben.
Ozon reagiert im Glasbehältnis mit den Bestandteilen des Blutes und erzeugt kurzlebige Oxidationsprodukte. Diese stellen einen kontrollierten oxidativen Reiz dar, auf den Zellen mit eigenen Schutzmechanismen reagieren. Nicht die vollständige Vermeidung oxidativer Reize ist das Ziel, sondern die Fähigkeit des Organismus, angemessen auf sie zu reagieren.
Die IHHT (Intervallb-Hypoxie-Hyperoxie -Therapie) fördert die Anpassung an ein wechselndes Sauerstoffangebot.. Während einer Ruhephase atmet der Patient über eine Maske abwechselnd Luft mit vermindertem und erhöhtem Sauerstoffgehalt.
Der zeitweilige Sauerstoffmangel wird von den Zellen wahrgenommen und löst Anpassungsreaktionen aus, wie wir sie in anderer Form auch vom Höhentraining kennen. Eine zentrale Rolle spielt dabei HIF (Hypoxie-Induzierende-Faktor), der Zellen auf ein verändertes Sauerstoff-angebot reagieren läßt. Das bewirkt, daß die mitochondrial Energiegewinnung und die mitochondriale Regulation besonders gefordert wird. Bestenfalls entstehen jugendlichere Mitochondrien in der Zelle. Die Behandlung wird individuell dosiert.
Die Oxyvenierung nach Regelsberger setzt Sauerstoff als intravenösen Reiz ein. Dafür werden sehr kleine Mengen medizinischen Sauerstoffs langsam direkt in eine Vene eingeperlt.
Die intravenöse Applikation stellt einen ungewöhnlichen biologischen Reiz her, den zeitlich begrenzten, reversiblen Verschluss kleinster Lungengefäße auf den das Gewebe des Gefäßsystems und Blutbestandteile reagieren.
Die ausgelösten Signalwege wirken
Drei Therapien, mit dem Gedanken, daß Regulation durch einen dosierten Reiz der Organismus einen Impuls erhält, auf den er mit seinen eigenen Schutz-, Anpassungs- und Regulations-mechanismen antworten kann..
Die Ozon - Eigenbluttherapie (O3EB)
Ozon-Eigenbluttherapie Die Ozon-Eigenbluttherapie gehört zu den regulativen Infusionstherapien. Dabei wird eine definierte Menge venösen Blutes entnommen, außerhalb des Körpers mit einem exakt dosierten Sauerstoff-Ozon-Gemisch in Kontakt gebracht und anschließend wieder intravenös zurückgeführt. Dies geschieht in aufsteigender Ozon - Dosis als Kur zehn Mal. Entscheidend ist, dass Ozon nicht selbst in den Körper eingebracht wird. Ozon ist ein sehr reaktionsfreudiges Molekül und reagiert bereits während des Kontaktes mit dem Blut innerhalb kürzester Zeit (Sekunden bis Minuten) mit dessen Bestandteilen. Dabei entstehen vorübergehend reaktive Sauerstoffverbindungen und Oxidationsprodukte von Lipiden, die ihrerseits biologische Signalwege beeinflussen können und zwar über mehrere Tage. Daher wird initial die Ozoneigenbluttherapie 2 x wöchentlich und ab der 5. Infusion in wöchentlichen Abständen durchgeführt. Ein gezielter oxidativer Reiz Der therapeutische Ansatz beruht auf einem paradox erscheinenden Prinzip: Ein kleiner, kontrollierter oxidativer Reiz der sonst potentiell verletzend ist kann körpereigene Schutz- und Regulationsmechanismen aktivieren und zwar nachhaltig. Zellen reagieren auf Veränderungen der Konzentration freier Sauerstoffradikalen mittels eines fein abgestimmte Systems, mit denen sie Veränderungen des Gleichgewichts zwischen Oxidation und Reduktion (Redoxzustand) durch freie Sauerstoffradikale wahrnehmen können. Der Signalweg eines Biobotenstoffs, der sehr gut untersucht ist der, des Nrf2 (Nuclear factor erythroid 2-related factor 2). Nrf2 reguliert die Bildung verschiedener antioxidativer und zellschützender Enzyme, unter anderem aus dem Glutathion-, Thioredoxin- und Hämoxygenase- Stoffwechselwegs und diese greifen in verschiedene Mechanismen des Zellschutzes ein. Damit unterscheidet sich die Ozon-Eigenbluttherapie konzeptionell von einer einfachen Zufuhr antioxidativer Substanzen auch antioxidative Therapie genant:
Der Organismus wird einem begrenzten Reiz ausgesetzt, auf den er mit einer eigenen Anpassungs - Antwort reagieren kann. Dieses Prinzip wird Hormesis genannt.
Die Antwort auf die Ozon - Eigenbluttherapie steht für eine gesteigerte eigene körperliche Kompetenz, antioxidativen Maßnahmen ergreifen zu können.
Wird der Körper mit zunehmenden Doses des oxidativen Ozon Eigenbluts herausgefordert damit er seine eigenen Fähigkeiten diese zu neutralisieren steigert, dann wäre eine zeitgleiche antioxidative Therapie oder eine antioxidative Maßnahme wie die mit Vitamin C oder mit sekundären Pflanzeninhaltstoffe kontraproduktiv. Antioxidantien sind also im Vorfeld einer Ozon - Eigenbluttherapie abzusetzen.
Therapeutische Wirkung auf die Blut und Gefäßregulation
Der erste Kontakt des Sauerstoff-Ozon-Gemisches findet mit den Bestandteilen des entnommenen Blutes statt. Erythrozyten, Thrombozyten, Leukozyten und Plasmabestandteile werden dabei vorübergehend aus dem Gleichgewicht ihrer Elektrischen Ladung ( Redoxmilieu ) gebracht.
Veränderungen der Erythrozytenfunktion, des antioxidativen Systems, der endothelialen Signalgebung und der Mikrozirkulation werden beschrieben. Auch die Beeinflussung der Stickstoffmonoxid-(NO)-abhängigen Gefäßregulation wird diskutiert.
Die Ozon-Eigenbluttherapie ist daher weniger als „Sauerstoffgabe“ zu verstehen, sondern vielmehr als ein biochemischer Reiz, der über das behandelte Blut unterschiedliche zelluläre Signalwege erreichen kann.
Immunologische und entzündungsregulierende Effekte
Zellen des Immunsystems reagieren empfindlich auf Veränderungen des Redoxmilieus. In Untersuchungen wurden unter anderem Einflüsse auf redoxabhängige Signalwege wie NF-κB ( Nuclear Factor kappa B )sowie auf die Freisetzung verschiedener Zytokine beschrieben. NF-κB ist kein einzelnes Enzym, sondern eine zentral angelegte Familie von Transkriptionsfaktoren – also Proteinen, die im Zellkern bestimmte Gene, die zwischen Gefahrensignal und Entzündungsantwort moderieren, an- oder abgeschalten.
Treffender als eine unspezifische „Stärkung des Immunsystems“ ist die des Regulationwegs.
Ozon-Eigenbluttherapie in der Regulationsmedizin
In unserer Praxis betrachten wir die Ozon-Eigenbluttherapie deshalb nicht als isolierte Behandlung einer einzelnen Erkrankung. Sie kann vielmehr Bestandteil eines regulativen Behandlungskonzeptes sein, bei dem Stoffwechsel, Redoxregulation, Mikrozirkulation und entzündliche Prozesse gemeinsam berücksichtigt werden.
Ob und welche Ozon- Therapie z.B. die Ozon Eigenbluttherapie im individuellen Fall sinnvoll ist, wird nach Anamnese, Untersuchung und Berücksichtigung möglicher Gegenanzeigen von uns gemeinsam entschieden.
Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT)
Die (IHHT) setzt binnen Sekunden einen Trainingsreiz für die zelluläre Anpassungsfähigkeit. Unser Organismus raagiert auf wechselnde Umweltbedingungen und ein besonders wirksamer Reiz ist die vorübergehende Veränderung des Sauerstoffangebotes. Dies lässt sich beispielsweise beim Aufenthalt in größeren Höhen beobachten: Ein sinkender Sauerstoffpartialdruck aktiviert den Körper innerhalb kürzester Zeit mit einer Vielzahl von Mechanismen um die Energieversorgung und Sauerstoffnutzung aufrechtzuerhalten. Die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) nutz dies. Über eine Maske atmet der Patient unter Überwachung abwechselnd sauerstoffreduzierte und sauerstoffreiche Luft. Der therapeutische Reiz besteht somit nicht einfach in einer zusätzlichen Sauerstoffzufuhr. Entscheidend ist vielmehr der kontrollierte Wechsel zwischen Hypoxie und Reoxygenierung.
HIF–(der "Hypoxia-Inducible-Factor 1 alpha) ist dabei der Sauerstoffsensor der Körperzelle. HIF-1α ist ein Protein, die sauerstoffsensible Untereinheit eines Transkriptionsfaktors. Sauerstoffabhängig wird frisch von der Zelle produziertes HIF-1α sofort wieder zerstört oder darf sich anreichern. Sind die Bedingungen normale wird HIF-1α fortlaufend abgebaut. Sauerstoffmangel hemmt diesen Abbau. HIF-1α kann sich im Zellkern anreichern und dort Gene aktivieren, mit denen sich die Zelle an das verminderte Sauerstoffangebot mit einer Neujustierung des Energiestoffwechsels anpasst. Die Glukoseverwertung, die Gefäßneubildung und Mikrozirkulation und die Erythrozytenneubildung wird angeregt.
Die Zelle wird zudem gegenüber zeitweiligem Sauerstoffmangel abgehärtet.
So wird Hypoxie richtig dosiert zu einem biologischen Trainingsreiz.
Die Reoxygenierung, die der hypoxischen Phase folgt hat ein erhöhtes Sauerstoffangebot. Dieser Wechsel erzeugt vorübergehend geringe Mengen reaktiver Sauerstoffverbindungen. Dieser zunächst zellenschädigend anmutende Reiz erfüllt als Redoxreize jedoch eine wichtige Funktion als Signalmolekül. Er aktiviert den Transkriptionsfaktor Nrf2.
Nrf2 steuert eine Vielzahl körpereigener Schutzsysteme, darunter antioxidative Enzyme und weitere Mechanismen der zellulären Stressabwehr.
So wird die Reoxygenierung zu einem weiteren biologischen Trainingsreiz. Vereinfach: Hypoxie → HIF-Aktivierung → Anpassung an vermindertes Sauerstoffangebot Reoxygenierung → moderater Redoxreiz → Nrf2-Aktivierung → antioxidative und zellprotektive Antwort
Diese Form der Anpassung an einen begrenzten Stressreiz wird als Hormesis bezeichnet.
Der Wechsel des Sauerstoffangebots ist auch für die Mitochondrien relevant. Deren Energie-produktion passt sich fortlaufend an Sauerstoffangebot, Substratangebot und Energiebedarf der Zelle an. Wiederholte Hypoxie-Reoxygenierungszyklen beeinflussen Faktoren der mitochondrialen Anpassung, die am oxidativen Stoffwechsel und der zellulären Stressresistenz beteiligt sind. Die vereinfachte Vorstellung, die IHHT würde „nur" alte Mitochondrien beseitigen und neue bilden (Mitophagie) ist richtig, greift aber zu kurz. Wahrscheinlicher ist ein komplexeres Zusammenspiel aus metabolischer Anpassung, Redoxsignalgebung, mitochondrialer Qualitätskontrolle und Veränderungen der Genexpression. Die IHHT lässt sich deshalb besser als Training der metabolischen Anpassungsfähigkeit verstehen.
Mögliche Einsatzbereiche
Untersucht wurde er Einsatz der IHHT bei eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, metabolischen Erkrankungen sowie kardiovaskulären und pulmonalen Erkrankungen. Für einzelne Anwendungsgebiete liegen klinische Studien vor; die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch heterogen.
In unserer Praxis betrachten wir die IHHT deshalb nicht als Behandlung einer einzelnen Erkrankung, sondern als eine mögliche regulative Begleittherapie, insbesondere wenn reduzierte Belastbarkeit, gestörte metabolische Anpassungsfähigkeit oder eine eingeschränkte Regenerationsfähigkeit im Vordergrund stehen.
IHHT und Infektionskrankheiten
Auch Patienten nach einer Infektionskrankheit können über längere Zeit unter Erschöpfung, verminderter Belastbarkeit, Schmerzen oder anderen unspezifischen Beschwerden leiden. Eine aktive Infektionskrankheit wird nach gesicherter Diagnose mit einer geeigneten ggf. antibiotischen Therapie behandelt. Für die Annahme, dass IHHT Krankheitserreger im menschlichen Organismus abtötet gibt es derzeit keine ausreichenden klinischen Belege.
Davon zu unterscheiden sind anhaltende Beschwerden nach einer behandelten Infektionskrankheit.
Bei solchen Patienten können Fatigue, reduzierte körperliche Belastbarkeit, Schmerzen oder vegetative Beschwerden fortbestehen, ohne dass damit automatisch eine fortbestehende aktive Infektion nachgewiesen ist.
Hier kann die IHHT als Versuch, die zelluläre Anpassungsfähigkeit, den Energie-stoffwechsel und die körperliche Belastbarkeit zu trainieren.
Die IHHT ist somit nicht als klassische „Sauerstofftherapie“ zu verstehen.
Ihr eigentliches Prinzip besteht darin, den Organismus mit einem genau dosierten Sauerstoffwechselreiz zu konfrontieren und dadurch seine eigenen Anpassungsprogramme anzusprechen.
Hypoxie → HIF
Reoxygenierung → Redoxsignal → Nrf2
wiederholter Wechsel → metabolische und zelluläre Anpassung.
Damit fügt sich die IHHT in mein Verständnis einer regulativen Medizin ein: Nicht ein einzelner Stoff soll eine bestimmte Reaktion erzwingen. Vielmehr wird ein physiologischer Reiz gesetzt, auf den der Organismus mit seinen eigenen Anpassungs- und Regulationsmechanismen antwortet.
Schilddrüsendiagnostik und - Therapie
Die Schilddrüse ist ein kleines Organ mit großer Wirkung. Ihre Hormone beeinflussen Energieumsatz, Wärmehaushalt, Herz und Kreislauf, Muskulatur, Nervensystem und zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Entsprechend vielfältig können die Beschwerden sein, wenn ihre Funktion verändert ist. Eine sorgfältige Diagnostik endet nicht bei der Bestimmung einzelner Laborwerte. Die Verbindung aus Anamnese, Temperaturkurve, Tastbefund, Sono-graphie und Labor erst zeigen die Realität um Funktion und Struktur der Schilddrüse.
Die Sonographie ermöglicht den unmittelbaren Blick auf die Schilddrüse. Dabei werden Größe und Volumen beider Schilddrüsenlappen und die Gewebebeschaffenheit beurteilt. Mit einem Ultraschallgerät lassen sich bereits kleine strukturelle Veränderungen erkennen. Zudem wird die Gleichmäßigkeit und Echostruktur des Gewebes nach Hinweisen auf entzündliche oder autoimmune Veränderungen hin untersucht. Zysten und Knoten, deren Größe, Begrenzung und innere Struktur, Verkalkungen und andere auffällige Merkmale und auffällige Lymphknoten der Halsregion werden beschrieben.
Schilddrüsenknoten sind häufig und überwiegend gutartig. Ziel einer Untersuchung ist es nicht, Veränderungen zu entdecken sondern relevante von unbedeutenden Veränderungen zu unterscheiden. Auffällige Knoten werden nach standardisierten sonographischen Kriterien beurteilt, im Bedarf auch konsularisch (Internet sei Dank) beurteilt.
Aus dem sonographischen Erscheinungsbild, der Knotengröße und der individuellen Situation ergibt sich, ob eine Verlaufskontrolle sinnvoll ist oder eine weitere fachärztliche Abklärung erfolgen sollte.
Labor und Ultraschall ergänzen sich: Ein Laborwert beschreibt vor allem die Funktion der Schilddrüse – der Ultraschall die Struktur. Beides muss nicht miteinander übereinstimmen.
Zu einer umfassenden Schilddrüsendiagnostik gehört: Die Bestimmung des TSH, von fT4 und fT3 sowie Schilddrüsenantikörper wie TPO-, Thyreoglobulin- oder TSH-Rezeptor-Ak. Zudem sinnvoll sind die Werte von Eisen (Herstellung von Schilddrüsenhormon), Selen( Umwandlung von T4 in T3) und Jod (essentielles Substrat für SD - Hormon).
Bei einer Hashimoto-Thyreoiditis zeigen sich charakteristische Veränderungen des Gewebes im Ultraschall. Die Schilddrüse erscheint häufig inhomogen und echoarm. Im verlaufe der Erkrankung können die Größe und Struktur des Organs deutlich variieren. Weder ein einzelner Antikörperwert noch ein einzelnes Ultraschallmerkmal sollte für sich allein zur Diagnose oder Therapieentscheidung führen.
Eine Schilddrüsentherapie richtet sich nach den Beschwerden des Menschen, der Temperaturkutve, den Laborwerten und der primären Erkrankung.
Bei einer Unterfunktion kann eine Substitution mit Schilddrüsenhormon erforderlich sein. Dabei kommt primär das vierwertige Schilddrüsenhormon T4 oder Thyroxin zum Einsatz. Die Dosis wird langsam in Schritten von 12,5 - 25 Mykrogramm durchgeführt, eine ungefähre Enddosis orientiert sich stets nach den Eingangs erwähnten Parametern. Der Körper wandelt das Thyroxin durch Abspaltung eines Jodatoms in das 10 x wirksamere T3 um.
Bei einer Enzymstörung der Jodabspaltenden Enzyme (Dejodasen) kann auch T3 (Tybon) zum Einsatz kommen.
Unverzichtbar für eine unbeeinträchtigte Schilddrüsenfunktion sind die Spurenelemente Selen und Eisen, bei Jod entscheidet der aktuelle Befund.
Eine Laborkontrolle nach veränderter Medikation erfolgt monatlich bis das Befinden, die Temperaturkurve, die Laborwerte und der Sonobefund stimmen.
Bei einer Überfunktion muss zunächst ihre Ursache geklärt werden. Nötigenfalls muß die Schilddrüse medikamentös "gebremst" werden.
Eine "Schilddrüsenhormonvergiftung" (Thyreotoxikose) ist eine potentiell bedrohliche Erkrankung.
Der Morbus Basedow nimmt eine Sonderstellung in der Schilddrüsendiagnostik und Therapie ein. Er beginnt häufig mit einer Schilddrüsenüberfunktion die medikamentös gebremst werden muß. Die Kunst bei Metabolic balance® Basedow ist die dosierte Anwendung von "Bremse und Gas". Nach einer anfänglichen Überfunktion folgt oft eine Unterfunktion. Hier muß hormonell gegengesteuert werden sonst droht der nächste Entzündungsschub.
Die Sonographie ist gut zu wiederholen und das ohne Strahlenbelastung. Größe, Volumen, Struktur und Knoten der Schilddrüse sind im zeitlichen Verlauf gut miteinander vergleichbar und können deswegen das weitere Vorgehen festlegen helfen. Gerade die Verbindung von Sonografie, Labor und Verlauf ermöglicht eine differenzierte Schilddrüsendiagnostik – mit dem Ziel, behandlungsbedürftige Veränderungen zuverlässig zu erkennen, ohne harmlose Befunde unnötig zu problematisieren.
Plättchenreiches Plasma
Das plättchenreiche Plasma (PRP) wird aus dem eigenen Blut gewonnen.
Dazu werden bis zu etwa 20 ml Blut aus einer Vene entnommen und durch Zentrifugation in seine verschiedenen Bestandteile aufgetrennt. Dabei lässt sich ein Plasmaanteil gewinnen, in dem die Blutplättchen – die Thrombozyten – gegenüber dem Ausgangsblut angereichert sind.
Dieser Anteil wird anschließend gewissermaßen „geerntet“ und für die Behandlung frisch verwendet.
Thrombozyten sind weit mehr als Helfer bei der Blutgerinnung.
In ihren Granula tragen sie zahlreiche Botenstoffe und Wachstumsfaktoren. Dazu gehören beispielsweise PDGF (Platelet derived Growth Factor) das ist übersetzt "ein von den Plättchen stammender Wachstumfsfaktor, das TGF-β (Transformier Growth Factor β ) , das ist übersetzt Transformierender Wachstumsfaktor β) und zuletzt das VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) auf Deutsch „Vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor“
Die Abkürzung GF steht dabei jeweils für Growth Factor – Wachstumsfaktor.
Werden Thrombozyten im Bereich einer Gewebeschädigung aktiviert, setzen sie einen Teil dieser Stoffe frei. Damit geben sie wichtige Signale an ihre Umgebung: PDGF beeinflusst unter anderem Zellmigration und Zellvermehrung, TGF-β die Prozesse der Gewebereparatur und des Umbaus der extrazellulären Matrix und VEGF die Neubildung von Blutgefäßen.
Die Idee der PRP-Behandlung besteht darin, diese körpereigenen Signalgeber konzentriert an den Ort zu bringen, an dem Heilungs- und Reparaturprozesse unterstützt werden sollen.
Wie unterstützt PRP die Regeneration von Geweben?
Bei der Behandlung wird das aufbereitete plättchenreiche Plasma gezielt in verletztes, geschädigtes oder regenerationsbedürftiges Gewebe eingebracht.
Dort sollen die konzentrierten körpereigenen Signalstoffe Vorgänge unterstützen und verstärken, die der Organismus auch bei der natürlichen Heilung einer Verletzung einsetzt.
Die von den Thrombozyten freigesetzten Wachstumsfaktoren beeinflussen ortsständige Zellen in ihrer Aktivität.
Sie geben Signale für Zellteilung und Zellwanderung, beeinflussen den Umbau der extrazellulären Matrix und beteiligen sich an der Neubildung von Gefäßen.
Es werden also nicht einfach „neue Zellen gespritzt“. Vielmehr erhält das behandelte Gewebe konzentrierte körpereigene Signale, die an Reparatur- und Regenerationsvorgängen beteiligt sind.
Ich setzen PRP insbesondere an Sehnen und Bändern sowie bei ausgewählten Beschwerden an Gelenken und gelenknahen Strukturen ein. Auch an der Kopfhaut kann PRP im Bereich der Haarwurzeln eingesetzt werden, um die dort vorhandenen Gewebestrukturen biologisch zu stimulieren.
Ein weiteres, noch experimentelles Anwendungsgebiet ist die Behandlung bestimmter Riechstörungen. Erste klinische Untersuchungen mit PRP zeigen interessante Ergebnisse; die Wirksamkeit dieses Verfahrens ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Eigenbluttherapie bei Haarausfall: Die Regeneration beginnt im Gewebe
Für die Behandlung von Haarausfall mit Eigenblut setzte ich eine eingehende Abklärung von zu Grunde liegenden Mangelzuständen im Substrat- und im Hormonhaushalt voraus.
Ist das bislang nicht erfolgt, führe ich diese Laboruntersuchung gerne mit Ihnen durch.
Defizite werden dann natürlich ausgeglichen.
Eine Trichoskopie zur Beurteilung der Haare, der Haarpapillen und der Kopfhaut ist im Vorfeld einer Therapie hilfreich.
Dafür werden vor der Behandlung und nach 3, 6, 9 und 12 Monaten an identischen Kopf-hautbereichen unter immer gleichen Bedingungen trichoskopische Aufnahmen angefertigt und mittels KI - Bildvergleichen ausgewertet.
Die Verschieblichkeit der Kopfhaut wird an identischen Stellen ertastet und dokumentiert.
Bei manchen Menschen ist die Kopfhaut auffallend fest, gespannt und gegenüber der Schädeldecke nur wenig verschieblich. Eine solche Veränderung des Bindegewebes kann mit ungünstigen Bedingungen für Mikrozirkulation und interstitiellen Flüssigkeitsaustausch einhergehen. Zunächst wird die Kopfhaut vorbereitet. Deshalb kann es sinnvoll sein, eine verhärtete und schlecht verschiebliche Kopfhaut zunächst zu behandeln. Ziel dieser vorbereitenden Therapie ist es, die Beweglichkeit der Gewebeschichten zu verbessern und möglichst günstige Bedingungen für Durchblutung, Lymphfluss und Stoffaustausch im Umfeld der Haarfollikel zu schaffen. Wir wollen eine funktionell gut verschiebliche und durchblutete Kopfhaut erreichen. Je nach Befund setzen wir hierfür manuelle und lokale Verfahren zur Gewebemobilisation und 850nm Infrarotlicht zur Biophotonenmodulation unterstützt durch Koffein, ätherischen Ölen oder dem Wirkstoff Minoxidil. Die täglichen, nur Minuten beanspruchenden Maßnahmen werden vom Betroffenen selbst durchgeführt.
Alles Zusammen gestattet uns über einen Blick auf den Ausgangsbefund und dann auf die tatsächlichen erzielten Effekte der einzelnen Therapiemaßnahmen. So wird verhindert, daß unnötige Maßnahmen durchgeführt werden Wenn bereits niederschweflige aber konsequent angewandte Reize zur Verbesserung der Kopfhaut- und Haarstruktur verhelfen wozu dann teuere Eigenbluttherapien zum Einsatz bringen?
Das plättchenreiche Plasma (PRP) ist ein Bestandteil des Eigenbluts, der frisch aus dem Vollblut durch Zentrifugation gewonnen und zur Behandlung in die Kopfhaut gespritzt wird.
Die PRP - Behandlung
Das plättchenreiche Plasma (PRP) ist ein Bestandteil des Eigenbluts, der frisch aus dem Vollblut durch Zentrifugation gewonnen und zur Behandlung in die Kopfhaut gespritzt wird.
Diese Behandlung erfolgt erst, wenn bioregulatorischen Maßnahmen nicht von Erfolg gekrönt sind. Dazu zählen der Ausgleich von Mangelzuständen, biomechanische Gewebsbehandlungen, pharmapoetische niedrigschwellige Reizwirkungen und Biophotonenmodulation mit Infrarotlicht der Wellenlänge 850 nm. Erst wenn Trichoskopisch keinerlei Effekte nachweisbar sind erfolgt die PRP - Behandlung.
Hierfür wird aus dem eigenen Blut mittels Zentrifugation frisch ein Plasma gewonnen, das gegenüber dem Ausgangsblut eine erhöhte Konzentration an Blutplättchen enthält.
Thrombozyten speichern in den Granula mehrere Wachstums- und Signalstoffe, die bei Verletzungen und Heilungsbedarf des Körpers von großer Bedeutung sind. Es ist eine wichtige Aufgabe der Blutplättchen -neben der Blutgerinnung- mit diesen Signalstoffen dafür zu sorgen, dass ideale Heilungsvoraussetzungen geschaffen werden. Der "Plättchenabhängige Wchstumsfaktor" (PDGF) und der "Gefäßendothel-Wachstumsfaktor" (VEGF) sowie andere Faktoren, die an der Gefäßneubildung, Zellkommunikation und Geweberegeneration beteiligt sind, werden von den konzentrierten Plättchen im PRP bereit gestellt.
Dieses Plasma wird gezielt in die zuvor schon behandelten Bereiche der Kopfhaut injiziert. Die Idee ist, die regenerativen Signale des PRP aus einem möglichst günstigen Gewebemilieu zu starten. Zwei Schritte – ein gemeinsames Ziel, die Verbesserung des Gewebemilieus. Eine feste, schlecht verschiebliche Kopfhaut wird zunächst behandelt, um Beweglichkeit, Mikrozirkulation und interstitiellen Stoffaustausch zu unterstützen. Die regenerative Stimulation mit körpereigenem PRP in die derart vorbereitete Kopfhaut regt regenerative Prozesse im Umfeld der Haarfollikel an. PRP wird bereits zur Behandlung verschiedener Formen des Haarausfalls, insbesondere der androgenetischen Alopezie, erfolgreich eingesetzt. Die vorbereitende Behandlung einer auffällig verhärteten oder schlecht verschieblichen Kopfhaut stellt DAS individuelle Behandlungkonzept aus Gewebebefund - und Trichoskopiekontrolle dar.